Direkt zu Beginn erhielten wir einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Naturschutzgebietes mit seinen unterschiedlich alten Seen. Anschließend führten wir erste Untersuchungen im Gelände durch. Dabei analysierten wir Wasserproben an verschiedenen Standorten und bestimmten unter anderem den pH-Wert, die Leitfähigkeit sowie den Nitrat- und Eisengehalt. So konnten wir Unterschiede in der Wasserzusammensetzung und im Nährstoffgehalt erkennen und im weiteren Verlauf die vorkommende Flora und Fauna damit verknüpfen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Arbeit auf dem See selbst. Mit Ruderbooten fuhren wir auf das Heilige Meer hinaus und entnahmen Wasserproben aus verschiedenen Tiefen. Die anschließenden Messungen von Temperatur, Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidgehalt ermöglichten es uns, ein sogenanntes Vertikalprofil des Sees zu erstellen. Außerdem untersuchten wir Proben vom schlammigen Seegrund, der sogenannten „Mudde“, in der sich teilweise zersetzte Pflanzen- und Tierreste finden ließen.
Am letzten Tag widmeten wir uns den kleinsten Lebewesen des Sees. Mithilfe von Planktonnetzen sammelten wir pflanzliches und tierisches Plankton, das anschließend mikroskopiert und bestimmt wurde. Besonders beeindruckend war die große Vielfalt an Organismen, die sich in einem einzigen Wassertropfen entdecken ließ.
Die Exkursion verband theoretisches Wissen mit praktischer Forschungsarbeit und bot viele interessante Einblicke in die Arbeit von Ökologen und Ökologinnen. Gleichzeitig zeigte sie, wie lebendig und praxisnah MINT Bildung an unserer Schule gestaltet wird.







