Mit dieser Frage beschäftigte sich der Elterninformationsabend für die Eltern der Jahrgänge 5-7.
Der geladene Experte Carsten Osterkamp von der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland referierte anschaulich über Chancen und Risiken sozialer Medien und gab Einblicke in die Lebenswelt junger Menschen. Dabei ging es unter anderem um einen bewussten Umgang mit digitalen Angeboten verschiedenster Social Media Apps, möglichen Gefahren wie Cyber-Grooming und insbesondere die Bedeutung der Begleitung und Orientierung durch die Eltern.
Besonders interaktiv wurde der Abend durch verschiedene Umfragen, an denen die Eltern direkt mit ihren Handys teilnehmen konnten. So konnten eigene Erfahrungen und Einschätzungen unmittelbar in den Vortrag einbezogen werden.
Der Informationsabend unterstrich einmal mehr, wie wichtig Medienkompetenz in einer zunehmend digitalen Welt ist. Der [isg] ist es ein Anliegen, Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken, individuelle Fähigkeiten zu fördern und sie dabei zu unterstützen, digitale Chancen kreativ, selbstständig und verantwortungsbewusst zu nutzen.
Zum Abschluss erhielten die Eltern konkrete Tipps und Anregungen, wie sie ihre Kinder im Umgang mit sozialen Medien unterstützen, gemeinsam Regeln entwickeln und für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien sorgen können.
Ein informativer und praxisnaher Abend, der viele Impulse für den Familienalltag mit auf den Weg gab.
Info: Was ist eigentlich Cyber-Grooming? (mit KI)
Cybergrooming ist die gezielte Kontaktaufnahme von Erwachsenen zu Kindern oder Jugendlichen über das Internet mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen und sie anschließend sexuell auszunutzen oder zu missbrauchen.
Typischerweise läuft Cybergrooming in mehreren Schritten ab:
1. Kontaktaufnahme
o Über soziale Netzwerke, Chats, Online-Spiele oder Messenger-Dienste.
o Der Täter gibt sich oft als gleichaltrige Person aus.
2. Vertrauensaufbau
o Freundliche Gespräche, Interesse an Hobbys und persönlichen Problemen.
o Das Kind soll das Gefühl bekommen, verstanden und akzeptiert zu werden.
3. Isolation
o Der Täter versucht, das Kind dazu zu bringen, die Kommunikation geheim zu halten.
o Er kann behaupten: „Das versteht sonst niemand“ oder „Erzähl das niemandem.“
4. Grenzverschiebung
o Gespräche werden zunehmend persönlicher oder unangemessen.
o Der Täter fordert möglicherweise Fotos, Videos oder intime Informationen an.
5. Missbrauch oder Erpressung
o Das Kind wird zu sexuellen Handlungen vor der Kamera gedrängt.
o Teilweise drohen Täter mit der Veröffentlichung von Bildern oder Nachrichten.
Warnzeichen
• Ein Kind erhält häufig Nachrichten von unbekannten Personen.
• Es wirkt nach dem Online-Sein plötzlich verängstigt oder verschlossen.
• Es löscht Nachrichten heimlich oder möchte niemanden auf sein Handy schauen lassen.
• Es bekommt Geschenke, Guthaben oder digitale Gegenstände von Fremden.
Wie können Kinder und Jugendliche sich schützen?
• Keine persönlichen Daten an Unbekannte weitergeben.
• Keine Fotos oder Videos an fremde Personen schicken.
• Bei unangenehmen Nachrichten den Kontakt sofort abbrechen und die Person blockieren.
• Mit Eltern, Lehrkräften oder anderen Vertrauenspersonen sprechen.
• Verdächtige Nutzer auf der jeweiligen Plattform melden.
Wichtig
Cybergrooming ist eine Straftat. Betroffene Kinder und Jugendliche tragen niemals Schuld daran, wenn sie von einem Täter manipuliert oder getäuscht wurden. Hilfe gibt es bei Eltern, Schulen, Beratungsstellen und der Polizei.




